Gepostet von Literat am Sep 29, 2011 in Literatur in Deutschland | 5 Kommentare
Eine Bibliothek war zu früherer Zeit ein anderer Ort als heute. Sicher, es geht immer noch darum, die geballte Menge an Wissen, die Bücher zu bieten haben, zur Verfügung zu stellen. Doch während es früher eben tatsächlich um eine Vielzahl an Büchern ging und daher viel Platz gebraucht wurde, gibt es heute auch viele Inhalte online. Dies hat sich auch auf den Aufbau einer Bibliothek ausgewirkt. Regale und Arbeitsplätze werden in anderer Form gebraucht.
Heute ist es sinnvoll, die Arbeitsplätze mit einem Internetzugang oder der Möglichkeit, sich in ein W-Lan Netzwerk einzuloggen, auszustatten. So können Bibliotheksnutzer mit dem eigenen Notebook suchen, was sie brauchen. Einige Computer sollten auch zur Verfügung stehen, da eben nicht jeder ein eigenes Notebook hat. Ganz auf Regale wird eine Bibliothek aber auch heute nicht verzichten können. Zum einen gibt es einfach einige Bücher, die nicht digitalisiert zur Verfügung stehen. Besonders Fachzeitschriften aus weniger verbreiteten Wissenschaftsrichtungen lohnen sich einfach nicht in den großen Datenbanken. Außerdem greifen nicht wenige Menschen gerne zum Buch. Sei es, weil sie es für augenschonender halten oder auch, weil sie den Umgang einfach besser gewohnt sind. Einige Arbeitsplätze sind daher immer noch von Bücherstapeln geprägt.
Nicht nur in einer öffentlichen, auch in einer heimischen Bibliothek kann nicht ganz auf Bücher verzichtet werden. Zum einen hat man die vollen Regale ja bereits, so dass man die Bücher auch nicht wegwerfen muss, nur weil es den Inhalt auch online gibt. Zum anderen ist es für einen Raum auch ein gewisser Ruhepol, wenn er mit einem Bücherregal ausgestattet ist. Aber auch für die privaten Arbeitsplätze ist es nicht mehr nötig, aus Gründen der Wissenssicherung zahllose Bücher zu besitzen oder anzuschaffen. Daran kann auch die Einrichtung einer modernen Bibliothek ausgerichtet werden. Ein größerer Computermonitor erleichtert das Lesen auf dem Bildschirm. Ebenso sollte ein schneller Internetzugang vorhanden sein, um die gewünschten Inhalte auch ohne allzu großen Zeitverlust abrufen zu können. In den Fächern der Regale bleibt so mehr Platz für die Klassiker und Lieblingswerke, die man entweder sehr ins Herz geschlossen hat oder, die eben dann doch in keiner Bibliothek in Buchform fehlen sollten.
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